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„Ich glaube an die Kraft des Gebets“

Diesen Satz schrieb Monika Oettinger (die Tante zweier unserer Schülerinnen) in einem lieben Brief an die Kinder der Advent-Schule, nachdem sie erfahren hatte, dass in den Morgenandachten unserer Schule für sie gebetet wird.

Monika ist seit sechs Jahren an Krebs erkrankt, hat bereits zwei Chemotherapien hinter sich und nun stand ihr eine sehr schwierige OP bevor. In ihrem Brief schrieb sie den Kindern, dass sie es als großes Wunder erlebe, dass sie keine Angst vor der OP habe und sie spüre, wie Gott sie durch das dunkle Tal hindurchträgt… und dazu hätten gerade auch die Gebete der Kinder beigetragen.

Am 5. Juni, nur sechs Wochen nach der OP, stand nun ein persönlicher Besuch von Monika in der Advent-Schule an, den alle mit großer Spannung erwarteten. Mit ihrer präsenten und offenen Art, sowie ihrer methodisch sehr abwechslungsreichen und anschaulichen Vorgehensweise nahm uns Monika alle von Anfang bis Ende ihrer Schilderungen gefangen.

Unglaublich, dass jemand kurz vor einer so schwierigen OP mit ungewissem Ausgang vor Freude und Dankbarkeit „Von guten Mächten wunderbar geborgen“ im Krankenzimmer singen kann. Mit allen Sinnen konnten wir ihre Erzählungen miterleben: Da wurde gemeinsam ein fröhliches Bewegungslied gesungen, neben dem Erzählen eine Landschaft mit vielen Symbolen der Fürsorge Gottes und seiner Gnade aufgebaut, der 23. Psalm gemeinsam aufgesagt, jedes Kind bastelte ein süßes, individuelles Schäfchen aus Fimo und schließlich durften sich die Kinder noch leckere, selbstkreierte Spieße aus Obst und Gemüse schmecken lassen.

Der Höhepunkt war, als uns Monika zum Schluss berichtete, dass die OP deutlich kürzer als geplant und mit einem super Ergebnis verlaufen war. Alle sichtbaren Krebstumore konnten entfernt werden. Der Arzt strahlte vor Freude und meinte: „Da hat jemand meine Hände geführt.“ Und Monika konnte nur bestätigen: „Das glaube ich auch!“ Was die Ärzte für unmöglich gehalten hatten, hat Gott möglich gemacht. Im Blut wurden keine Krebszellen mehr entdeckt und der Tumormarker, der vor der OP bei 144 lag, ist auf 12,1 runter gegangen (Normalwert bis 35). Ein großes Wunder!!!

Zur Erinnerung durfte jedes Kind eine glitzernde Schatztruhe mitnehmen. Darin befindet sich das Bild eines Hirten mit Gottes Zusage „Hab keine Angst. Ich helfe dir!“. Ebenso fanden dort farbige Smarties, weil Gott unser Leben bunt macht und das selbst gebastelte Schäfchen ihren Platz.

Monikas Brief an die Kinder enthielt auch ein „Rezept fürs Leben“, das wir an dieser Stelle weitergeben möchten:

Eine Frau hat mir diesbezüglich einmal ein Geheimnis verraten. – „Das liegt an den Bohnen!“, bemerkte sie fröhlich. Natürlich verstand ich zunächst nicht, was Bohnen mit guter Laune und entspannter Lebensfreude zu tun haben sollten. Sie lächelte und erklärte mir dann: „Wenn ich morgens aus dem Haus gehe, stecke ich mir ab und zu ein paar Bohnen in meine linke Jackentasche. Immer wenn ich eine gute Erfahrung mache, etwas Schönes erlebe oder mich an etwas freue, nehme ich eine von ihnen und wechsele sie von links nach rechts. Es kommt selten vor, dass ich abends nach Hause komme und meine rechte Jackentasche leer ist!“

Ausprobieren lohnt sich, denn „Nicht die Glücklichen sind dankbar, sondern die Dankbaren sind glücklich.“

Danke Monika für deinen lieben Besuch und die große Ermutigung. Wir wünschen dir von Herzen Gottes Segen und gute Gesundheit. Es bleibt spannend, wie Gott den Vers aus Psalm 118,17, den er dir durch drei Menschen zugesprochen hat: „Ich werde nicht sterben, sondern leben und die Taten des Herrn verkündigen“ , weiterhin wahrmachen und wie er dich gebrauchen wird. Wir haben einen großen Gott!!

 


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